Kilian 2019 / 2020
Kilian 2019 / 2020

Kilian – ein wunderschöner Abschluss!  

Fünfter und letzter Teil des Berichtes aus dem Königsjahr

 

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin der Kiliangilde Schermbeck und deren Thronpaare nach dem Fest? Diese Frage wollen wir gerne beantworten und allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

Die letzte Woche vor Kilian wurde durch das Königschießen der Jungschützen und dem Schüppenwerfen der Schüppenschützen am 06.07. eingeläutet. In der Schießanlage der Sportschützen Schermbeck am Bleichwall konnte der scheidende Jungschützenkönig Silvan Lippach zahlreiche Gäste aus Offizierscorps und Vorstand der Gilde begrüßen. Auch wir als Königspaar waren vertreten und konnten miterleben, wie unter der Aufsicht des Vorsitzenden der Sportschützen, Gerd Graaf, nach zähem Ringen der Vogel fiel. Sean Schidelko wurde neuer König und wurde freudig von seinen Jungschützen präsentiert. Während die Jungschützen noch lange feierten, zog es uns zum nächsten Höhepunkt an diesem Tag. Die Schüppen hatten uns zu ihrem Schüppenwerfen eingeladen, welches wie in jedem Jahr im schweiß- und blutdurchtränkten Garten der Familie Horstkamp stattfand. Blieben die Wurfweiten gerade auch von alten Haudegen zwar unter den Möglichkeiten, so gab es am Ende wieder strahlende Sieger. Guido Nuyken reckte mit dem Schrei der Erleichterung seine Doofen-Schüppe in die Luft und wurde von den anderen Schüppen gefeiert. Orkanartiger Jubel brandete auf, als mit Matthias Müller der nächste Schüppenkönig feststand und die Tradition der goldenen Schüppe weiter fortsetzt. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch der erste Schüppenkönig und damit auch erste Silberkönig Andreas Jansen.

Am nächsten Tag waren wir als Gilde mit einem eigenen Stand auf dem Sommerstraßenfest vertreten und boten den Schützen die erste Gelegenheit sich einzutragen und dass mit der Schermbecker Burg verzierte Abzeichen der Gilde ans Revers zu stecken. Die Nachbarschaft zum direkt anschließenden Bierwagen des mit der Gilde verbundenen MGV Schermbeck tat ein Übriges um für gute Stimmung zu sorgen.

Für Mittwoch den 10.07. luden wir die Nachbarschaft, Freunde, Familie, Offiziere, Vorstand, Schüppen, etc. ein, um gemeinsam den Kranz zu Ehren von König und Königin an der Eingangstür von Königin Anes Haus zu befestigen. Die Nachbarschaft hat sich große Mühe gegeben, so dass am Ende ein toller und breiter Kranz aus Tannenzweigen mit grün-weißen Rosen verziert am Haus hing. Dies wurde kräftig begossen und erst deutlich nach Mitternacht verließen die letzten Gäste die Feier. Der stetig vorhandene Regen konnte der Stimmung keinen Abbruch tun. Gottseidank der einzige nennenswerte Regen in der bevorstehenden Kilianzeit. Das wussten wir aber zu dem Zeitpunkt noch nicht und so war der bange Blick auf die Wettervorhersage für das Kilian-Wochenende lange unser treuer Begleiter, bevor es richtig losging.

Kilianfreitag! Was für ein Tag! Wir hatten uns lange auf diesen Tag vorbereitet. Für den Thronball wurden Einladungen gedruckt, verschickt und An- und Abmeldungen entgegengenommen. Kleider und Anzüge wurden gekauft und Vorbereitungen für das abendliche Nach-Hause-bringen der Königin getroffen. Jetzt war es soweit. Eingeläutet wurde dieser besondere Tag durch die traditionelle Kranzniederlegung am Schermbecker Ehrenmal. Würdevoll untermalt durch den MGV Schermbeck, die Städtische Kapelle Ahaus und die Feuerwehr legten Präsident Rainer Gardemann und Bürgermeister Mike Rexforth zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege und der Opfer der Gewaltherrschaften den Kranz nieder. Im Anschluss gingen wir zum Festzelt, wo unter Böllerschüssen und den kräftigen Hieben auf den Zapfhahn des von Ralf Daunheimer gebauten Bierwagens das Fest und die Kirmes eröffnet wurde. Zu den bleibenden Erinnerungen an das Königsjahr gehört auch das gemeinsame Foto von Thron, Vorstand, Offizieren und Reitermädel, welches wir vor dem alten Schermbecker Rathaus machten.

Ein paar Tränen der Rührung flossen dann schon, als wir von den Mädels vom Mühlenteich am Abend bei unserem Thronpaar Gaby und Günther Beck abgeholt wurden, denn die Mädels hatten sich eine besondere Überraschung einfallen lassen. Da war es gut, dass der König ein auf das Kleid der Königin farblich abgestimmtes Taschentuch dabeihatte. Zu den Klängen von Trommel und Dudelsack wurden wir von ihnen zum Festzelt geleitet. Dort wurden wir von unseren Throngästen erwartet und marschierten mit dem Präsentiermarsch ein. Dann begann unser Thronball. Es würde den Rahmen sprengen, alle wunderbaren Facetten dieses Abends aufzuzählen. Es war einfach nur gigantisch und wir konnten mit unseren Gästen ein mehr als rauschendes Fest feiern. Dieses endete dann in den frühen Morgenstunden wiederum im Garten der Königin, da die Festgesellschaft es ablehnte, den König (nach Mannheim) nach Hause zu bringen… Wohl die falschen Schuhe an… Das Eierbraten brachte noch einmal neue Kraft, so, dass wir erst bei den ersten Strahlen des Tages unseren Kopf auf die Kissen für einen kurzen Schlaf legen konnten.

Samstag! Schützenfrühstück und Antreten in der „Schermbecker Mitte“. Beeindruckend viele Schützen fanden den Weg am Samstagmorgen zum Antreten und so konnte Oberleutnant Lars Niesen eine deutlich gewachsene Truppe zum Schießplatz am Festzelt führen, wo uns schon die Schießmeister Markus Redeker, Günther Hater und Wolfgang Lensing erwarteten. Die traditionell ersten Schüsse auf den Vogel wurden von uns prompt erledigt, so dass sich die Schützen auf den Vogel stürzen konnten. Zwischendurch bekamen wir Besuch unserer Schwesterngilde Altschermbeck, für die das Fest am heutigen Tag begann. Noch einmal konnten wir mit den Altschermbecker Majestäten René und Miriam feiern und eine schöne Zeit verleben. Vielen Dank dafür.

Dann wurde es irgendwann ernst und nur noch wenige ernsthafte Königsaspiranten standen im Schießstand. Am Ende des letzten Schusses stand mit Dominik Woeste der neue König fest und wenige Augenblicke später konnte er mit Lenja Niesen seine Königin in den Armen halten.

Tränen Teil II: Besonders bei Königin Ane flossen die Tränen, denn damit war auch klar, dass ihr Sohn uns ablösen würde. Dies hat es in der neueren Zeit der Gilde auch erst mit Sven Nuyken gegeben, welcher seinen Vater Gerd Nuyken abgelöst hat. Gemeinsam ließen wir also unser neues Königspaar hochleben und stießen mit ihm an.

Tränen Teil III: Man muss es wohl nicht erwähnen, dass die am Abend stattfindende Krönung ein für uns ein emotional sehr schönes aber auch trauriges Erlebnis war. Traurig, weil unsere Zeit als Königspaar dann nun schlussendlich wirklich zu Ende gegangen ist. Schön, weil wir unseren Nachfolgern Kette und Krone aushändigen durften. Es war ein gewohnt feierlicher Rahmen, als die besten Schützen ausgezeichnet wurden und mit Philipp Nuyken ein Offizier in den Ruhestand geschickt werden durfte. Danach wanderte die Kette um den Hals von König Dominik und die ersten guten Ratschläge für eine möglichst milde Regentschaft wurden ausgetauscht. Fest steht auch, dass sich die Krone ebenso gut auf dem Kopf von Königin Lenja macht, wie auf dem Haupt von Ane. Im Anschluss wurde die Zeremonie durch den großen Zapfenstreich beendet. Wer es noch nicht erlebt hat - unbedingt mal dabei sein!

Ein Fazit zu ziehen fällt uns leicht. Es war ein rundherum wunderschönes und bereicherndes Jahr. Wir hatten viele Begegnungen mit tollen und lustigen Menschen. Wir waren privilegiert die Arbeit der Gilde aus der Sicht eines Königspaares sehen zu dürfen. Wir durften so viele schöne Momente erleben. Dafür sind wir sehr dankbar. Dankbar dem Vorstand, welcher durch seine unermüdliche ehrenamtliche Arbeit das Fest nach vorne bringt und für Rahmenbedingungen sorgt, die es jedem Königspaar einfach macht zu „regieren“. Dankbar den Offizieren, weil es ein einfach toller Haufen ist, der uns in jeder Hinsicht zur Seite gestanden ist und immer zur Stelle gewesen ist, wenn man sie brauchte. Dankbar den vielen Aktiven in der Gilde. Den Jungschützen, Reitermädels, Schüppen, Mädels vom Mühlenteich, MGV, Feuerwehr, Ehrenschützen, Sportschützen, etc. welche durch ihre tollen Aktionen und ihren Einsatz, insbesondere in der letzten Woche unserer Regentschaft, bereichert haben. Dankbar unseren Familien und Freunden die geholfen und unterstützt haben, wo sie nur konnten. Zum guten Ende aber vor allem Dankbar unserem Thron und Ehepartnern, dass sie uns ein Jahr lang begleitet und zur Seite gestanden haben. In einem Maße, dass absolut einzigartig ist. Es ist uns eine Ehre, dass wir ein Jahr lang die Gilde repräsentieren durften.

Wir wünschen dem neuen Königspaar Dominik und Lenja, welche wir nach Kräften unterstützen, und ihrem Thron ein schönes und frohes Regentenjahr!

 

Euer Ex-König Christian (Hötting) und Eure Ex-Königin Ane (Paus)

Kilian – Mittendrin statt nur dabei

Teil 4 des Berichtes aus dem Königsjahr

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin der Kiliangilde Schermbeck und deren Thronpaare nach dem Fest? Diese Frage wollen wir gerne beantworten und allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

Kilian lag zwar noch in weiter Ferne, aber dennoch fanden wir, dass es an der Zeit ist dem Vorstand und den Offizieren Danke zu sagen. Denn beide Gruppen - Vorstand wie Offiziere - ackern über das Jahr hinweg ohne Ende für unser Kilian und sorgen auch dafür, dass wir als Königspaar unsere Aufgaben wahrnehmen können. Darum haben wir alle am 27.04. zu einer Planwagenfahrt von der Brennerei Böckenhoff in Dorsten zur Brennerei Böckenhoff in Erle eingeladen. Unterschied: In Dorsten wird Obst gebrannt und in Erle Korn. Beides aber eine tolle Kombination, wie wir feststellen durften. Im Anschluss ging es dann in den Garten von Königin Ane um den Tag bei einem gemeinsamen Grillen ausklingen zu lassen.

Einen Tag später, am 28.04., fand das Traditionspokalschießen aller Schützenvereine aus dem alten Amt Schermbeck statt. Erste Befürchtungen, dass die am Tage vorher stattfindende Planwagentour negative Auswirkungen auf das Geschick und die Treffsicherheit der teilnehmenden Schützen haben kann, erwiesen sich als unbegründet. Souverän verteidigten die Schermbecker Kilianer den vorletzten Platz gegen die hartnäckig kämpfenden Krudenburger. Am Ende belegte Krudenburg den letzten Platz. Komplettiert wurde das Glück nur durch die guten Ergebnisse der Majestäten (König Christian 4. Platz und Königin Ane 5. Platz). An dieser Stelle unseren herzlichen Dank an den ausrichtenden Schützenverein Weselerwald und den Schützenverein Drevenack für die ausgezeichnete Bewirtung und die Zurverfügungstellung ihres Schießstandes. Im nächsten Jahr richtet Schermbeck den Traditionspokal aus.

Viel Geflüstert wurde am Wochenende vom 11.-12.05. Beim Bankgeflüster der Werbegemeinschaft konnte man uns zeitweise an der Kilians-Bank vor der Gaststätte „Schermbecker Mitte“ treffen. Bei einem guten Tropfen selbstgemachten Eierlikörs oder Wacholder konnte man schnell und gut ins Gespräch kommen. Kerstin Hoppe hatte sich eine wahnsinnige Arbeit mit der Nachbildung der Schermbecker Burg gemacht, welche in diesem Jahr 700 Jahre alt wird und unser diesjähriges Schützenabzeichen ziert. Ein echter Hingucker! Eine Postkarte mit den wichtigsten Kilian-Terminen wurde von uns verteilt. Insgesamt glauben wir schon, dass unsere Aktion gut angekommen ist. Am Abend konnten wir beim Seegeflüster der Gilde ein wenig das Tanzbein schwingen und am Ende wurde dann auch nicht mehr viel geflüstert, sondern aus voller Kehle mitgesungen.

Wer sät, der wird auch ernten. Am 31.05. fand die Übergabe des Traditionspokals und der Einzelpreise, sowie der Ehrenscheiben im Rahmen des Weselerwalder Schützenfestes statt. Zu Gast unter der Schirmherrschaft des neuen Weselerwalder Königspaares Uwe und Nadja Stenk konnten wir zwar aufgrund der nicht ganz ausreichenden Ergebnisse beim Traditionspokalschießen keine Preise mit nach Hause bringen. Die Vitrine bleibt also leer… Allerdings hatten wir herrliche Möglichkeiten, um sich mit den anderen Schützenvereinen auszutauschen und sich Glück für die noch währende oder bald auslaufende Regentschaft zu wünschen. Danke für den schönen Abend!

Am nächsten Tag, oder besser gesagt am nächsten Abend waren wir mit Thron, Offizieren und Vorstand zu Gast beim Schützenverein Bricht. Zum ersten Mal wurde die Bewirtung des Festes durch Stefan Mühlenbrock und seinem Team vom „Haus Mühlenbrock“ übernommen. Mit André Anschütz wurde ein alter Kilianer in Bricht Rhabarber-König. Es wurde mit den neuen Majestäten Bastian Reßing und Marita Paffen ein langer und sehr lustiger Abend. Ein herzliches Dankeschön an Oberst Carsten Unverzagt und seiner Brichter Truppe, die wieder einmal eine tolle Arbeit geleistet hat. Wir kommen nächstes Jahr wieder!

Nach einer kurzen, von Pfingsten unterbrochenen Pause stand am 16.06. ein besonderer Termin an. Wie schon seit vielen, vielen Jahren starten vier Wochen vor Kilian die Vortrommler der Gilde um mittels musikalischer Untermalung den Schermbeckerinnen und Schermbeckern zu signalisieren: Leute, es geht auf Kilian zu. Legt schon mal etwas Geld für Kirmes und Bierzelt zurück! Bei ihren Streifzügen durch die Gemeinde kehren die Vortrommler hier und da ein und stärken sich. Die erste Station des Abends war der Hof von unserem ehemaligen Oberst Wolfgang Lensing.

Einen Tag später ging es ins Königreich Damm. Auf dem Weg dorthin kamen uns bereits einige Schützen entgegen, welche sich „mal schnell“ noch frisch machen wollten, bevor es mit dem Thronball losgehen würde. Verabredungen auf ein späteres Bier wurden geschlossen und überwiegend auch eingehalten. Gemeinsam mit dem Brichter Königspaar besuchten wir die neuen Dammer Majestäten Ingo Wengel und Anke Rohe. Die Chemie zwischen den drei Königspaaren stimmte direkt. Ein herzliches Dankeschön für die schöne Zeit in Damm!

Nicht alltäglich und darum immer wieder ein besonderer Höhepunkt in einem Schützenjahr sind die Jubiläen der einzelnen Schützenvereine. In diesem Jahr kann der Schützenverein Havelich auf sein hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Gefeiert wurde dies am 22.06. u.a. mit einem Sternenmarsch zur Festwiese, wo Präsident Jörg ten Freyhorst eine kurzweilige und anekdotenreiche Festrede hielt. Die Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck, Mike Rexforth und der Stadt Hamminkeln Bernd Romanski grüßten die anwesenden neun Schützenvereine des alten Amtes Schermbeck, welche in beeindruckender Weise angetreten waren. Als Königspaar durften wir auf einer eigens errichteten Tribüne sitzen, während unsere Schützen den feierlichen Rahmen stehend genießen durften. Am Ende zogen dann alle Schützenvereine zu den feierlichen Klängen von „Preußens Gloria“ an den versammelten Königspaaren vorbei. Ganz ehrlich: Das war für uns ein absolut tolles Erlebnis! Danach klang der Abend in der Festscheune aus, wo wir dem neuen Königspaar von Havelich herzlich gratulierten. Unser Fazit: Havelich hat eine absolut tolle Jubiläumsfeier abgeliefert vor der wir nur den Hut ziehen können. Darum: Jubiläen sind immer ganz besondere Höhepunkte

Eine gute Tradition ist der Besuch der Vorfeier unserer Schwesterngilde Altschermbeck zwei Wochen vor dem Beginn des gemeinsamen Schützenfestes. Aufgrund der tropischen Hitze flossen die Getränke schneller als sonst. Gemeinsam mit dem Altschermbecker Königspaar René Kemper und Miriam Dräger und dem Üfter Königspaar Martin Wieschus und Marlies Weßel absolvierten wir zu den Klängen der Pils`n Buam unseren Throntanz. Auf ihrer Vorfeier stellte unsere Schwesterngilde ihr Buch über die Altschermbecker Majestäten der Jahre 1939 bis heute vor. Eine beeindruckende Fleißarbeit, zu der man nur gratulieren kann. Ein herzliches Dankeschön an den Altschermbecker Präsidenten Gregor Zens und seinem Vorstand, Offizieren und Aktiven für eine wiedermal sehr schöne Vorfeier!

Wie man merkt: Die Schlagzahl an Aktivitäten nimmt zu und Kilian ist nicht mehr fern. Einen Schüppenwurf weit weg ist noch das Schüppenwerfen der Schermbecker Schüppenschützen und das Königschießen der Jungschützen am 06.07. Wer wird Nachfolger von Schüppenkönig Peter Francesconi und Jungschützenkönig Silvan Lippach? Freiwillige vor!

Danach ist es wieder so weit: Kilian!

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns und unser nächstes Königspaar möglichst zahlreich über das Kiliansfest begleitet und dafür sorgt, dass dieses Fest ist und bleibt, was es immer war: Ein Volksfest für Alle! 

Euer König Christian (Hötting) und Eure Königin Ane (Paus)

Kilian – die ersten Knospen des neuen Jahres.

Teil 3 des Berichtes aus dem Königsjahr

 

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin der Kiliangilde Schermbeck und deren Thronpaare nach dem Fest? Diese Frage wollen wir gerne beantworten und allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

Tannenbaumweitwurf – wer kann da wiederstehen? Von fleißigen Händen aufgetürmt, lag die weiße Pracht auf der Wurfbahn und wurde kräftig von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Wurfwettbewerb umgepflügt. Die Kiliangilde Schermbeck hatte zu ihrer Aprés-Ski-Party am 26.01. eingeladen und selbstverständlich war es für König und Königin und ihren Hofstaat eine große Freude, sich zwischen die Gäste zu mischen und bei Schnee und Lagerfeuer den Glühwein zu genießen. Auch wenn er derzeit als Zugführer der Schüppen auf „Königsurlaub“ ist, ließ es sich König Christian nicht nehmen, bei der Schüppenversammlung bei Overkämping vorbeizuschauen und eine Königsrunde zu spendieren. Es war insgesamt ein schöner Nachmittag und die abends stattfindende Party im Zelt ließ die Kälte draußen vergessen.

Eine Woche später lud die Gilde zu ihrer Jahreshauptversammlung. Schriftführer Andreas Hoppe verlas seinen Jahresbericht und erinnerte manche Schützen an die vielen Termine und Aktionen der Gilde während des vergangenen Jahres. Danach berichtete Präsident Rainer Gardemann über die Planungen des Kilianfestes 2019. Viele Veränderungen sind nicht geplant, aber der Kilian-Freitag mit der Festplatzeröffnung soll ein wenig anders gestaltet werden, so dass möglichst viele Schützen in den Genuss des dort ausgeschenkten Freibieres kommen sollen. Beim Thema Freibier werden die kreativen Bauingenieure der Gilde noch aktiv um für den Kilianauftakt etwas Besonderes zu präsentieren. Man darf sich also doppelt auf den Kilian-Freitag 2019 freuen.

 

 

Anfang März ging es dann auf Einkaufstour. Während König Christian mit einem Schermbecker Juwelier die Gestaltung seiner Königsplakette besprach, rückten Königin Ane und die Throndamen Gaby Beck und Anja Russow-Hötting, chauffiert von Anne Beck, aus, um den Kleiderläden der Region das Fürchten zu lehren. Sie hatten viel Spaß dabei und kehrten schwer mit den Schätzen der Schneiderkunst beladen zurück, wo sie bereits von Hauptmann Markus Redeker, der zu einem kleinem Wintergrillen geladen hatte und den Herren des Throns erwartet wurden. Trotz Regen hielten es einige unbeugsame Gäste im Freien aus und schützten den Grill mit Regenschirmen.

Wenn die närrische Jahreszeit dann auch in Schermbeck Einzug hält, unterstützt der Thron der Kiliangilde selbstverständlich gerne auch dieses Brauchtum. König Christian und Königin Ane machten sich mit Thron und Freunden auf nach Overkämping um dort kräftig zu feiern.

Pünktlich am Ende des Frühlingswetters lag der Fototermin des Throns für die Bilder, welche für die Einladung zum Thronball genutzt werden sollen. Es war in der Tat recht frisch und vor allem die Damen konnten einem wegen der freien Schulterpartien leidtun. Aber unser Fotograf Christian Schwitt gab alles, damit die Damen nicht lange frieren mussten. Aktive Hilfe gegen die Kälte leistete dann Ernst-Christoph Grüter in Form von Sekt.

Neben der Schermbecker Burg war sein Garten für uns ein tolles Motiv und das Kilian-Urgestein ließ es sich natürlich nicht nehmen, König, Königin und Gefolge bestens zu bewirten. Hier nahmen wir uns dann gerne auch mehr Zeit. Die Fotos befinden sich derzeit noch in der Feinabstimmung, aber wie man sehen kann, haben sich Ernst-Christoph und der weltbeste stattlich geprüfte Diplom-Königskettenträger Tasso Stiebels gut unterhalten und erfreuten sich an ihrer tragenden Rolle.

Weiter geht es Ende April, wenn mit dem Amtspokalschießen langsam aber sicher die neue Schützenfestsaison eingeläutet wird. Oder besser gesagt: Man schießt sich auf Kilian ein! Wir hoffen, dass wir uns zu vielen Terminen Eurer Kiliangilde Schermbeck sehen!

 

Euer König Christian (Hötting) und Eure Königin Ane (Paus)

 

Kilian – auch im Herbst und Winter?

Teil 2 des Berichtes aus dem Königsjahr

 

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin der Kiliangilde Schermbeck und deren Thronpaare nach dem Fest? Diese Frage wollen wir gerne beantworten und allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

 

Oktoberfest – eine schöne Fortsetzung

Lange mussten Lederhose und Dirndl nicht auf den nächsten Einsatz warten. Nach dem Oktoberfest der Kiliangilde Schermbeck ging es am 25. Oktober direkt zum Oktoberfest, zu dem das Haus Kilian eingeladen hatte. Einer Einladung, welcher der komplette Thron mit König Christian, Königin Ane und den Thronpaaren Anja Russow-Hötting, Detlef Paus, Gaby und Günther Beck mit einer Abordnung der Gilde gerne gefolgt sind. Die Heimleitung und die Bewohner von Haus Kilian haben viel Arbeit und Energie in die Vorbereitung des Festes gesteckt. Das konnte man an allen Ecken und Kanten merken. Kein Wunsch blieb offen und so schien es fast so, als ob man im bajuwarischen Schlaraffenland gelandet war. Frische Hähnchen vom Grill, Brez`n am Tisch, frisches Bier aus dem Zapfhahn – was will man mehr? Gemeinsam mit dem Altschermbecker Thron konnte man die gekonnten Schläge des Bürgermeisters Mike Rexforth gegen das widerspenstige Fass verfolgen und hob den Humpen gerne zum Wohl von Haus Kilian. Als später ein Gast zur Frau des Königs meinte: „Da steht ja ein Esel draußen.“ meinte diese ohne nachzusehen „Stimmt. Bin sogar mit dem verheiratet.“ Als sich herausstellte, dass dort wirklich ein Esel zum Streicheln stand, hatte sie die Lacher auf ihrer Seite.

Ein Dank an die Familien!

Die Familien der aktiven Kilianer sind oft gefordert. Entweder weil sie selber für das Gelingen des Festes anpacken, oder aber, weil sie es ihren Angehörigen ermöglichen, sich für das Fest einzusetzen. Darum war es an der Zeit, im Rahmen einer Weihnachtsfeier am 17.11.2018 im Haus Mühlenbrock auch einmal Danke zu sagen. Präsident Rainer Gardemann fand die richtigen Worte um allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement rund um das Fest zu danken. Diesem Dank können sich König und Königin natürlich nur anschließen! Für die Kinder hatte Oberst Jörn Iwanowski eine große Feuerschale und Teig für Stockbrot organisiert. Wie man auf dem Bild sieht, hatte auch der König viel Spaß am klebrigen Teig und ließ auch noch genug für die Kinder über.

Gedenken und Mahnung zugleich

Verantwortungsvolles Feiern auf der Weihnachtsfeier ermöglichte es dem Vorstand und den Offizieren am nächsten Tag am traditionellen Volkstrauertag teilzunehmen. Dieser Gedenktag wurde von der Gemeinde und dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge organisiert und vom Männergesangsverein, der Feuerwehr, Löschzug Schermbeck und der Kiliangilde mitgestaltet. In seiner Rede betonte Bürgermeister Mike Rexforth, dass auf der einen Seite das Gedenken an die vielen Toten der Kriege und der Gewaltherrschaft ein Teil dieses Tages ist. Auf der anderen Seite ist dieses Gedenken aber auch ein Brückenschlag in die Gegenwart, wo Egoismus, Populismus und Nationalismus wieder an den Grundfesten unserer Demokratien rütteln. Gemeinsam solle man stets wachsam sein.

Für die Kiliangilde Schermbeck ist es selbstverständlich, diesen Tag mitzugestalten. Auch das Gedenken ist ein wichtiger Teil unserer Schützentradition.

Ausflug in das Münster(-land)

Nach einer Vorstandssitzung der Gilde beschlossen König und Königin – der Tag war noch jung – spontan zum Weihnachtsmarkt nach Münster zu fahren. Bereits in den vergangenen Jahren war man gerne dort zu Gast und man erinnerte sich gerne an den Ausflug, als der Bruder der Königin, unser Hauptmann Markus Redeker, mit seinem damaligen Königsthron ebenfalls nach Münster aufbrach. Es war ein langer und schöner Nachmittag und beladen mit Mitbringseln in fester und flüssiger Form trat man dann irgendwann den Rückweg an.

Und wieder Frankfurt…

Es hatte eigentlich nichts mit Kilian zu tun. Aber wie es der Zufall so will, war es wieder Frankfurt, welches bewies, dass Kilian letztlich überall ist. War es im Sommer noch das traditionelle Apfelweinfest, bei dem König Christian viele Königinnen traf, die ihn an Kilian erinnerten, so war es dieses Mal die 20.InterWhisky. Da der König ein bekennender Whisky-Liebhaber ist, zog es ihn wie in den Vorjahren auch gemeinsam mit Freunden nach Frankfurt. Gleich zu Beginn entdeckte er die St. Kilians- Distillery. Nicht etwa aus dem fernen Schottland, sondern aus dem Aschaffenburger Raum. Schnell kam man mit den Inhabern ins Gespräch und tauschte sich bei einem gepflegten Glas Whisky über gegenseitige Kilians-Erfahrungen aus. Mehrere Flaschen des Kilian-Whiskys wanderten also unweigerlich mit nach Mannheim. Dank moderner Kommunikationsmittel wurden auch Bestellungen von Seiten des Vorstandes angenommen.

Damit enden unsere offiziellen und inoffiziellen Termine im Königreich am Mühlenteich für dieses Jahr. Aber Gottseidank kommt ja bald das nächste Jahr!

Am 26. Januar startet die Gilde mit ihrer Aprés-Ski-Party auf dem Rathausplatz mit frischem Schwung in das Jahr 2019. Am Abend treffen sich dann die Schüppenschützen zu ihrer jährlichen Hauptversammlung in der Gaststätte Overkämping. Am Sonntag den 03.02. tagt dann die Gilde zu Ihrer Jahreshauptversammlung. Es geht also schon bald wieder los und wir würden uns freuen, wenn wir viele von Euch sehen würden, denn Kilian sind wir alle und eines steht wie immer fest:

„Nach Kilian ist vor Kilian!“

Bis dahin wünschen wir Euch/Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2019!

Euer König Christian (Hötting) und Eure Königin Ane (Paus)

Kilian 2018 – und was kommt dann?

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin und deren Thronpaare nach dem Fest? Dieser Frage möchten wir als amtierendes Königspaar der Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 e.V. nachgehen. Denn es ist nicht so, dass man als Königspaar nur zu Kilian aktiv wird. Es gibt viele Gelegenheiten, sich aktiv für seine Gilde zu zeigen und für das Schermbecker Heimatfest Kilian zu werben. Da geht es manchmal hochherrschaftlich mit Königskette und Königinnenkrone zu, aber manchmal auch sehr locker. Auf jeden Fall sehr vielseitig und es macht wahnsinnig viel Spaß! Darum möchten wir allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

Direkt nach Kilian ging es erst einmal in den Urlaub. Während es Königin Ane mit ihrem Mann und Hofherrn Detlev auf einer Nordseeinsel eher ruhig angehen ließ, verbrachte König Christian mit seiner Frau und Hofdame Anja ein paar Tage in Frankfurt. Praktischerweise fand genau zu dieser Zeit das Frankfurter Apfelwein-Fest (Äppelwoi-Feschd) statt. Nachdem über die Kiliantage zumeist Bier und Schnaps herhalten musste, versuchte man sich daher ausgiebig am hessischen Nationalgetränk. Augenreibend stellte der Schermbecker Regent irgendwann fest, dass plötzlich viele Damen in feiner Kleidung und mit Kronen auf den Kopf den Festplatz betraten. Grund des royalen Auflaufes war die Wahl der Frankfurter Apfelwein-Königin. „Was bei den ganzen Königinnen fehlt ist natürlich ein König!“ stellte Christian fest und so kam man mit den bekrönten Damen ins Gespräch. Natürlich passte der eher leichte Bieranzug des niederrheinischen Schützenkönigs nicht ganz ins Bild, aber die Chance, sich mit vielen Königinnen ablichten zu lassen, wollte er sich nicht entgehen lassen. Am Ende des Tages (und nach einigen Schoppen Apfelwein) kam man aber zum Schluss, dass es letzten Endes mit seiner Königin Ane nur eine Königin geben kann.

Längst wieder zurück aus dem Urlaub, stand am 01.09. der Besuch der Jubiläumsfeier des Löschzuges Schermbeck der Freiwilligen Feuerwehr an. Der Löschzug gestaltet jedes Jahr die feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal mit und ist auch sonst ein unverzichtbarer Teil im Schützenzug der Kilian-Gilde. Zunächst hatte man sich überlegt, dem Löschzug einen Kuchen mit 125 Kerzen zu schenken. Aber da Feuer wohl nichts bei der Feuerwehr zu suchen hat, überreichte man schließlich eine große Flasche Korn einer namenhaften Brennerei aus dem Münsterland. Später am Abend und nach vielen Tänzen (die Beine wurden irgendwann dann doch schwer) testete man dann ausgiebig die von der Gilde als Geschenk überreichte Bank. Diese wurde gemeinsam von Löschzug und der Kilian-Gilde zum diesjährigen „Bankgeflüster“ der Werbegemeinschaft gestaltet und ausgestellt.

„O´zapft is!“ Ende September erscholl dieser Ruf des Präsidenten Rainer Gardemann durch das Schermbecker Festzelt, nachdem Bürgermeister Mike Rexforth gemeinsam mit den Schermbecker und Altschermbecker Majestäten das traditionelle Bierfass beim Oktoberfest der Gilde angestochen hatten. Das es dann auch wirklich flüssig lief, verdankt die Gilde dem Thronherren Detlef Paus, als dieser entdeckte, dass das Luftloch oben am Fass noch geschlossen war. Danach wurde aus dem Bier-Rinnsal ein kräftiger Strahl und so konnten die ersten Gläser den Musikern der „Pils`n Buam“ überreicht werden. Später am Abend wurden beide Königspaare noch einmal ordentlich gefordert. Nachdem Königin Ane der Festband „Die Bamberger“ eine Runde spendiert hatte, mussten die beiden Könige Christian und René und die beiden Königinnen Ane und Miriam unter kundigen Anleitung der Band das Kufstein-Lied singen, welches besonders wegen seiner Jodeleinlagen vom feiernden Volk gefürchtet wird. Ob es an der späten Stunde oder an einem wohlwollenden Publikum lag, kann heute keiner mehr sagen. Jedenfalls gab es großen Beifall. Am Ende stießen König Christian und Königin Ane dann noch einmal auf einen gelungenen Abend gemeinsam an.

Das Restjahr wird nun etwas ruhiger (so sagte man uns…). Die nächsten Termine sind die Weihnachtsfeier der Gilde, sowie der Volkstrauertag am 18.11.2018 zu dem der Schermbecker Thron sehr herzlich alle Bürgerinnen und Bürger einlädt. Dort geht es dann in einem ehrenvollen und würdigen Rahmen eher still und ein wenig nachdenklich zu, aber genau das gehört auch zur Tradition der Kilian-Gilde. Das Innehalten und Erinnern an diejenigen Menschen, die nicht mehr unter uns weilen.

Somit bleibt uns dann im Herbst und im Winter die Gelegenheit, Ideen zu entwickeln, wie wir unsere Regentschaft noch so gestalten wollen, damit es weiter heißen kann: „Nach Kilian ist vor Kilian!“

 

Euer König Christian (Hötting) und Eure Königin Ane (Paus)

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