Kilian 2018 / 2019
Kilian 2018 / 2019

Kilian – auch im Herbst und Winter?

Teil 2 des Berichtes aus dem Königsjahr

 

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin der Kiliangilde Schermbeck und deren Thronpaare nach dem Fest? Diese Frage wollen wir gerne beantworten und allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

 

Oktoberfest – eine schöne Fortsetzung

Lange mussten Lederhose und Dirndl nicht auf den nächsten Einsatz warten. Nach dem Oktoberfest der Kiliangilde Schermbeck ging es am 25. Oktober direkt zum Oktoberfest, zu dem das Haus Kilian eingeladen hatte. Einer Einladung, welcher der komplette Thron mit König Christian, Königin Ane und den Thronpaaren Anja Russow-Hötting, Detlef Paus, Gaby und Günther Beck mit einer Abordnung der Gilde gerne gefolgt sind. Die Heimleitung und die Bewohner von Haus Kilian haben viel Arbeit und Energie in die Vorbereitung des Festes gesteckt. Das konnte man an allen Ecken und Kanten merken. Kein Wunsch blieb offen und so schien es fast so, als ob man im bajuwarischen Schlaraffenland gelandet war. Frische Hähnchen vom Grill, Brez`n am Tisch, frisches Bier aus dem Zapfhahn – was will man mehr? Gemeinsam mit dem Altschermbecker Thron konnte man die gekonnten Schläge des Bürgermeisters Mike Rexforth gegen das widerspenstige Fass verfolgen und hob den Humpen gerne zum Wohl von Haus Kilian. Als später ein Gast zur Frau des Königs meinte: „Da steht ja ein Esel draußen.“ meinte diese ohne nachzusehen „Stimmt. Bin sogar mit dem verheiratet.“ Als sich herausstellte, dass dort wirklich ein Esel zum Streicheln stand, hatte sie die Lacher auf ihrer Seite.

Ein Dank an die Familien!

Die Familien der aktiven Kilianer sind oft gefordert. Entweder weil sie selber für das Gelingen des Festes anpacken, oder aber, weil sie es ihren Angehörigen ermöglichen, sich für das Fest einzusetzen. Darum war es an der Zeit, im Rahmen einer Weihnachtsfeier am 17.11.2018 im Haus Mühlenbrock auch einmal Danke zu sagen. Präsident Rainer Gardemann fand die richtigen Worte um allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement rund um das Fest zu danken. Diesem Dank können sich König und Königin natürlich nur anschließen! Für die Kinder hatte Oberst Jörn Iwanowski eine große Feuerschale und Teig für Stockbrot organisiert. Wie man auf dem Bild sieht, hatte auch der König viel Spaß am klebrigen Teig und ließ auch noch genug für die Kinder über.

Gedenken und Mahnung zugleich

Verantwortungsvolles Feiern auf der Weihnachtsfeier ermöglichte es dem Vorstand und den Offizieren am nächsten Tag am traditionellen Volkstrauertag teilzunehmen. Dieser Gedenktag wurde von der Gemeinde und dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge organisiert und vom Männergesangsverein, der Feuerwehr, Löschzug Schermbeck und der Kiliangilde mitgestaltet. In seiner Rede betonte Bürgermeister Mike Rexforth, dass auf der einen Seite das Gedenken an die vielen Toten der Kriege und der Gewaltherrschaft ein Teil dieses Tages ist. Auf der anderen Seite ist dieses Gedenken aber auch ein Brückenschlag in die Gegenwart, wo Egoismus, Populismus und Nationalismus wieder an den Grundfesten unserer Demokratien rütteln. Gemeinsam solle man stets wachsam sein.

Für die Kiliangilde Schermbeck ist es selbstverständlich, diesen Tag mitzugestalten. Auch das Gedenken ist ein wichtiger Teil unserer Schützentradition.

Ausflug in das Münster(-land)

Nach einer Vorstandssitzung der Gilde beschlossen König und Königin – der Tag war noch jung – spontan zum Weihnachtsmarkt nach Münster zu fahren. Bereits in den vergangenen Jahren war man gerne dort zu Gast und man erinnerte sich gerne an den Ausflug, als der Bruder der Königin, unser Hauptmann Markus Redeker, mit seinem damaligen Königsthron ebenfalls nach Münster aufbrach. Es war ein langer und schöner Nachmittag und beladen mit Mitbringseln in fester und flüssiger Form trat man dann irgendwann den Rückweg an.

Und wieder Frankfurt…

Es hatte eigentlich nichts mit Kilian zu tun. Aber wie es der Zufall so will, war es wieder Frankfurt, welches bewies, dass Kilian letztlich überall ist. War es im Sommer noch das traditionelle Apfelweinfest, bei dem König Christian viele Königinnen traf, die ihn an Kilian erinnerten, so war es dieses Mal die 20.InterWhisky. Da der König ein bekennender Whisky-Liebhaber ist, zog es ihn wie in den Vorjahren auch gemeinsam mit Freunden nach Frankfurt. Gleich zu Beginn entdeckte er die St. Kilians- Distillery. Nicht etwa aus dem fernen Schottland, sondern aus dem Aschaffenburger Raum. Schnell kam man mit den Inhabern ins Gespräch und tauschte sich bei einem gepflegten Glas Whisky über gegenseitige Kilians-Erfahrungen aus. Mehrere Flaschen des Kilian-Whiskys wanderten also unweigerlich mit nach Mannheim. Dank moderner Kommunikationsmittel wurden auch Bestellungen von Seiten des Vorstandes angenommen.

Damit enden unsere offiziellen und inoffiziellen Termine im Königreich am Mühlenteich für dieses Jahr. Aber Gottseidank kommt ja bald das nächste Jahr!

Am 26. Januar startet die Gilde mit ihrer Aprés-Ski-Party auf dem Rathausplatz mit frischem Schwung in das Jahr 2019. Am Abend treffen sich dann die Schüppenschützen zu ihrer jährlichen Hauptversammlung in der Gaststätte Overkämping. Am Sonntag den 03.02. tagt dann die Gilde zu Ihrer Jahreshauptversammlung. Es geht also schon bald wieder los und wir würden uns freuen, wenn wir viele von Euch sehen würden, denn Kilian sind wir alle und eines steht wie immer fest:

„Nach Kilian ist vor Kilian!“

Bis dahin wünschen wir Euch/Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2019!

Euer König Christian (Hötting) und Eure Königin Ane (Paus)

Kilian 2018 – und was kommt dann?

Nach Kilian ist vor Kilian. Doch was geschieht denn zwischen den Festen? Was machen eigentlich der König, die Königin und deren Thronpaare nach dem Fest? Dieser Frage möchten wir als amtierendes Königspaar der Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 e.V. nachgehen. Denn es ist nicht so, dass man als Königspaar nur zu Kilian aktiv wird. Es gibt viele Gelegenheiten, sich aktiv für seine Gilde zu zeigen und für das Schermbecker Heimatfest Kilian zu werben. Da geht es manchmal hochherrschaftlich mit Königskette und Königinnenkrone zu, aber manchmal auch sehr locker. Auf jeden Fall sehr vielseitig und es macht wahnsinnig viel Spaß! Darum möchten wir allen interessierten Mitmenschen in Schermbeck und Umgebung mit kleinen Berichten über unser Königsjahr einen Einblick geben.

Direkt nach Kilian ging es erst einmal in den Urlaub. Während es Königin Ane mit ihrem Mann und Hofherrn Detlev auf einer Nordseeinsel eher ruhig angehen ließ, verbrachte König Christian mit seiner Frau und Hofdame Anja ein paar Tage in Frankfurt. Praktischerweise fand genau zu dieser Zeit das Frankfurter Apfelwein-Fest (Äppelwoi-Feschd) statt. Nachdem über die Kiliantage zumeist Bier und Schnaps herhalten musste, versuchte man sich daher ausgiebig am hessischen Nationalgetränk. Augenreibend stellte der Schermbecker Regent irgendwann fest, dass plötzlich viele Damen in feiner Kleidung und mit Kronen auf den Kopf den Festplatz betraten. Grund des royalen Auflaufes war die Wahl der Frankfurter Apfelwein-Königin. „Was bei den ganzen Königinnen fehlt ist natürlich ein König!“ stellte Christian fest und so kam man mit den bekrönten Damen ins Gespräch. Natürlich passte der eher leichte Bieranzug des niederrheinischen Schützenkönigs nicht ganz ins Bild, aber die Chance, sich mit vielen Königinnen ablichten zu lassen, wollte er sich nicht entgehen lassen. Am Ende des Tages (und nach einigen Schoppen Apfelwein) kam man aber zum Schluss, dass es letzten Endes mit seiner Königin Ane nur eine Königin geben kann.

Längst wieder zurück aus dem Urlaub, stand am 01.09. der Besuch der Jubiläumsfeier des Löschzuges Schermbeck der Freiwilligen Feuerwehr an. Der Löschzug gestaltet jedes Jahr die feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal mit und ist auch sonst ein unverzichtbarer Teil im Schützenzug der Kilian-Gilde. Zunächst hatte man sich überlegt, dem Löschzug einen Kuchen mit 125 Kerzen zu schenken. Aber da Feuer wohl nichts bei der Feuerwehr zu suchen hat, überreichte man schließlich eine große Flasche Korn einer namenhaften Brennerei aus dem Münsterland. Später am Abend und nach vielen Tänzen (die Beine wurden irgendwann dann doch schwer) testete man dann ausgiebig die von der Gilde als Geschenk überreichte Bank. Diese wurde gemeinsam von Löschzug und der Kilian-Gilde zum diesjährigen „Bankgeflüster“ der Werbegemeinschaft gestaltet und ausgestellt.

„O´zapft is!“ Ende September erscholl dieser Ruf des Präsidenten Rainer Gardemann durch das Schermbecker Festzelt, nachdem Bürgermeister Mike Rexforth gemeinsam mit den Schermbecker und Altschermbecker Majestäten das traditionelle Bierfass beim Oktoberfest der Gilde angestochen hatten. Das es dann auch wirklich flüssig lief, verdankt die Gilde dem Thronherren Detlef Paus, als dieser entdeckte, dass das Luftloch oben am Fass noch geschlossen war. Danach wurde aus dem Bier-Rinnsal ein kräftiger Strahl und so konnten die ersten Gläser den Musikern der „Pils`n Buam“ überreicht werden. Später am Abend wurden beide Königspaare noch einmal ordentlich gefordert. Nachdem Königin Ane der Festband „Die Bamberger“ eine Runde spendiert hatte, mussten die beiden Könige Christian und René und die beiden Königinnen Ane und Miriam unter kundigen Anleitung der Band das Kufstein-Lied singen, welches besonders wegen seiner Jodeleinlagen vom feiernden Volk gefürchtet wird. Ob es an der späten Stunde oder an einem wohlwollenden Publikum lag, kann heute keiner mehr sagen. Jedenfalls gab es großen Beifall. Am Ende stießen König Christian und Königin Ane dann noch einmal auf einen gelungenen Abend gemeinsam an.

Das Restjahr wird nun etwas ruhiger (so sagte man uns…). Die nächsten Termine sind die Weihnachtsfeier der Gilde, sowie der Volkstrauertag am 18.11.2018 zu dem der Schermbecker Thron sehr herzlich alle Bürgerinnen und Bürger einlädt. Dort geht es dann in einem ehrenvollen und würdigen Rahmen eher still und ein wenig nachdenklich zu, aber genau das gehört auch zur Tradition der Kilian-Gilde. Das Innehalten und Erinnern an diejenigen Menschen, die nicht mehr unter uns weilen.

Somit bleibt uns dann im Herbst und im Winter die Gelegenheit, Ideen zu entwickeln, wie wir unsere Regentschaft noch so gestalten wollen, damit es weiter heißen kann: „Nach Kilian ist vor Kilian!“

 

Euer König Christian (Hötting) und Eure Königin Ane (Paus)

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